Stefanie Ruprechter

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Statement : 

Diese neue Serie von Ruprechter wurde iniitiert von dem inhärenten Wunsch zu verstehen, warum die Welt heute ist, wie sie ist. Und welche Lösungen es gäbe für die Probleme unserer Zeit.

Wobei sich natürlich schon hier die Frage stellt, ob man überhaupt verstehen kann, wie die Welt ist, geschweige denn warum sie so ist wie sie ist. Denn umso tiefer man forscht, desto mehr verhärtet sich die Gewissheit, dass man nie alles verstehen kann, da die Welt so komplex ist. Dies zeigt uns auch die Quantenphysik. Erinnert an den Faust, der da sagte „Ich weiß, dass ich nichts wissen kann.“ Dieser Ausspruch hat jedoch sogar schon antiken Ursprung und ist auf Socrates zurückzuführen. Schließt sich hier der Kreis? Sind wir hier an einer Grenze angelangt, in Bezug auf alles wissen wollen. Dürfen jetzt neue Präferenzen Einzug nehmen?

Neueste Erkenntnisse der Quantentheorie (ca. 100 Jahre alt) zeigen sogar, dass die Objektivität wahrscheinlich nur eine Illusion ist. Darf ich somit die Welt so verstehen, wie ich will? Oder kann ich sie gar nicht anders sehen, als ich sie sehe, da ich im Konstruktivismus gefangen bin? Schopenhauer würde sagen: „Ich kann zwar machen, was ich will. Aber ich kann nicht wollen, was ich will.“

Die erkenntnistheoretischen Ausführungen von Hans-Peter Dürr inspirierten Ruprechter zu dieser neuen Bildserie. Dürr war langjähriger enger Mitarbeiter von Heisenberg, mehrmals Direktor des Max- Planck- Institutes und Träger des alternativen Nobelpreises. Nach jahrelanger aktiver Forschung in der Teilchenphysik widmete er sich später intensiv der philosophischen Interpretation der neuesten Erkenntnissen der Quantenphysik und wurde zum weltweiten Friedensaktivisten.

Ruprechter fasziniert der vermeintliche Widerspruch, der in seinen Schriften zusammengeführt wird. Dürr kritisiert eindringlich den mechanistischen Ansatz in der Naturwissenschaft und erklärt den nötigen Paradigmenwechsel derselbigen in eine holistischere Weltsicht, die besagt, dass alles mit allem verbunden ist.

In diesem „neuen“ wissenschaftlichen Ansatz, der viel zu wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist, scheint sich für Ruprechter auch ein persönliches Thema zu manifestieren bzw. ein persönlicher Konflikt zu lösen.

Dieses Thema, bzw. dieses Serie bringt die technologische Entwicklung und die Verbundenheit mit der Natur zusammen. Technik und Wissenschaft sind nicht "schlecht", wenn sie in dem richtigen Bewusstsein praktiziert werden. Je weiter die Forscher graben, umso mehr kommen sie zu dem Ergebnis, dass alles eins ist und dass die Materie nicht als solche zu bestehen scheint und dass die Welt im Grunde geistig ist. (Dürr) Was spirituell klingt, sind die Erkenntnisse der Quantenphysiker.

„Diese Serie ist mein persönlicher Versuch Frieden zu schließen mit der Technokratie und der Wissenschaft. Lange war dies ein Widerspruch zu meiner starken inhärenten Naturverbundenheit. Ich kritisiere und hinterfrage auch den Transhumanismus. Ich glaube dieser Ansatz muss neu gedacht werden. Denn es ist unbestreitbar, dass uns das mechanistische, reduktionistische Denken der technokratischen Entwicklung viel Leid und Zerstörung gebracht hat. So möchte ich die Menschen mit dieser Serie einladen mehr in einen holistischeren Ansatz zu denken. Denn ich glaube, dass Veränderung auch vom Souverän, dem Volk, ausgehen kann. Wahre Veränderung braucht eine Veränderung des Bewusstseins. Ich glaube, dass wir jetzt eine große Achtsamkeit brauchen, um nicht in einem transhumanen Alptraum aufzuwachen, in dem der Mensch meint, dass ein Flugzeug besser ist, als ein Vogel. Die Natur soll unser Vorbild bleiben. Menschen bauen wunderbare komplizierte Sachen, aber nur die Natur kann komplexes hervorbringen. Frei nach DDr. Schubert

Wir können mit Technologie viel bewirken und verändern, jedoch nur, wenn die Wissenschaftler endlich die Erkenntnisse der Quantenphysik auch philosophisch beherzigen und die Ehrfurcht der Komplexität der Lebendigkeit nicht verlieren.

Jedes Werk der neuen Serie beschreibt ein bestimmtes Gesetz der Quantentheorie, die teilweise auf mathematische Rechnungen, aber teilweise auch auf Beobachtungen beruhen.

Gemalt wurde hier auf alten, upgecyelten Holzkästen, die mit Papier überspannt sind. Es handelt sich dabei um ein Werkzeug eines ausgestorbenen Handwerks. Damit wurden gehäkelte Deckchen aufgespannt und gestärkt. Davon stammen auch die zahlreichen kleinen Löcher. Diese Platten sind ca. 60 Jahre alt und durften in diesen Kunstwerken eine Transformation erfahren.

Quote: 
„Primär existiert nur Zusammenhang, das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Geist nennen. Etwas, was wir nur spontan erleben und nicht greifen können. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist.“ ―Hans-Peter Dürr
Die Überwindung der Illusion des Getrenntseins
Seromucolus oder Mund Krishnas
Das Universum im Mund zeigt den Mond mit der Venus.
die Venus
Die Venus ist der innere Nachbarplanet unserer Erde. Sie ist der hellste Stern am Himmel! Mit dem Teleskop betrachtet hat sie eine sanfte weiße Farbe. Tatsächlich ist dies eine Schwefelsäurewolke, die in einer Superrotation um den Planeten düst (schneller als die Rotation um die eigene Achse) Diese Wolkenschicht hat lange die Beobachtung der Oberfläche mit Teleskopen oder Kameras auf Raumsonden unmöglich gemacht. Mittlerweile hat man mit Radar immerhin die Topographie kartieren können. Man weiß mittlerweile, dass die Oberfläche der Venus 484 Grad Celsius heiß ist und ein extrem hoher Druck herrscht. Nur wenige Sonden konnten diesen extremen Bedingungen standhalten. Die Venus ist also ganz anders, wie sie von außen zu sein scheint und sie gibt nach wie vor Rätsel auf. Denn nach wie vor weiß man nichts genaues über die Zusammensetzung der Oberfläche. Die Venus ist einer der zwei Planeten des Sonnensystems, die sich in entgegengesetzter Richtung drehen. Dabei dauert ein Tag auf der Venus länger, als ein Jahr. Die Venusblume ist das Muster, das entsteht, wenn man die Umlaufbahn von Erde und Venus um die Sonne aufzeichnet. Benannt nach der Liebesgöttin strahlt unser "Zwillingsplanet" eine große Faszination aus. Für mich steht die Venus für ein Mysterium, dafür dass es oft anders ist, als es scheint und dafür, dass in allem Schönheit wohnt, auch im Unperfekten.
lunar- linar
Alles ist mit allem verbunden oder Pareidolie
Bio: 

Geboren 1985 in Schwaz

-Abschluss an der Fachschule für Kunsthandwerk, Ausbildungszweig Vergolder und Malerei, Elbigenalp

-seit 2004 freischaffend künstlerisch tätig

2007

Abschluss der Freien Kunstschule, Kramsach

„Entwicklung aus den Oberflächen“, Einzelausstellung, Arkadenhof, Kufstein

Gemeinschaftsausstellung, Stanglwirt, Going

2008

Jahresausstellung ARTirol08

Sommerakademie ARTDidacta, Innsbruck bei Michael Siegel

„Natura08“ Zauchensee

Ausstellung VIP-Austrian Open, Kitzbühel

Toni-Knapp-Haus, Schwaz

Galerie Augenblick, „INVASION“, Tannheim

2009

ARTirol09

Mitberündung des Kunst- und Kulturvereins „Artsonauts“, Kramsach

Natura09, Zauchensee

„Synergy“, Galerie Artsonauts, Kramsach

2010

„Genius saeculi“- Zeitgeist, Galerie Artsonauts, Kramsach

„Troadkosten“, Kunstforum Kramsach

„Katze Katze Kuchen“, die Bäckerei, Innsbruck

„Reloaded“, Artsonauts Kramsach

2011

Teilnahme Symbosium „SiebUNZ“ Unzone, Kufstein

Teilnahme Symbosium „TextilUNZ“ Unzone, Kufstein

2012

- Teilnahme Symbosium TextilUNZ, Kufstein

2013

Umzug nach Kirchberg in Tirol, Bau des neuen Ateliers

2015

„Zartigkeiten spielen Ebenen“, Galerie HTL, Innsbruck

Einzelausstellung, Galerie Kabinettl, Kufstein

Teilnahme Premierentage, HTL- Galerie, Innsbruck

2016

- „Lichtblicke-Schattentöne“, Galerie Unterlechner, Schwaz

2018

KSM Galerie, Mariahilferstraße, Wien

2019

Stroke Art Fair, München

2020

-Artig- Kunstpreis, Katalog zur Ausstellung, Kempten Deutschland

-Galerie Notburga, Innsbruck

2022

-„Wunden und Wunder“ Gruppenausstellung in der Galerie Dialog, Kufstein

2023

- Galerie Number 23, Salzburg

United Kingdom
london
Ireland
Cork
Austria
Vienna
Canada
Devlin
USA
Fresno

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